Das Schwinden der fossilen Ressource Rohöl (Global Oil Peak) hat dazu geführt, dass seit einigen Jahren enorme Anstregungen unternommen wurden Technologien für erneuerbare Energie zu etablieren. Windenergie, Solarenergie, Wasserkraftanlagen und Biogas-Anlagen sind die positiven Ansätze die dabei entstanden sind und heute einen enormen Boom erleben.
Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass nachwievor Kunststoffe in Unmengen zu Einweg- und Wegwerfartikeln verarbeitet werden. Der immense Schaden der durch unsachgemäßen Umgang in der Natur angerichtet wird ist kaum noch abschätzbar.
Ein 6-fach höheres Aufkommen an Kunststoffpartikeln im Vergleich zu Plankton ist dabei eine erschreckende Tatsache!
Vortragsveranstaltung: Schweisfurth-Stiftung in München am 26. Mai 2010, geschlossene Veranstaltung
Vortragsveranstaltung: Come Closer in Frankfurt am 23. April 2010 im Museum für angewandte Kunst
Stimmen zum Vortrag: come closer gemeinsam mit dem Deutschen Designer Club, DDC: Plastic Planet von Werner Boote zeigt auf schonungslose Weise, welche Auswirkung die mittlerweile ausufernde Nutzung des damals revolutionären Werkstoff Kunststoff für unseren Planeten Erde hat. > Video Einen Gegenentwurf dazu bilden die alternativen Lösungsvorschläge von Steffen W. Kuhn im Bereich Product- und Packagedesign."
"Alle Plastikprodukte könnten aus Biowerkstoffen hergestellt werden, erklärte Steffen W. Kuhn, der über die Schattenseiten des ehemals revolutionären Werkstoffes und das Potential von Biowerkstoffen sprach."
"Das globale Ökosystem, die menschliche Lebenswelt eingeschlossen, erstickt in Plastik. Über 80 Teilnehmern stellte das Team von come closer, gemeinsam mit Experten des neuen Marktes, Erkenntnisse über Aus- und Nebenwirkungen von Plastik vor. Viele Produkte des täglichen Bedarfs bestehen aus dem vor 100 Jahren aus Erdöl und chemischen Zusätzen erfundenen Material. 800 Milliarden Euro Umsatz macht die Kunststoffindustrie jährlich. Allein in Europa werden 60 Millionen Tonnen pro Jahr produziert. Diese Produkte werden zu Abfällen, die nicht in den natürlich-ökologischen Kreislauf zurückgeführt werden. Kuhn präsentierte beispielsweise Informationen von Spiegel online über Millionen Tonnen von Müllteppichen in den Weltmeeren. Mittlerweile ist hier die Kunststoffdichte sechsmal höher als das Plankton. Fische und Vögel können Plastik nicht von wirklicher Nahrung unterscheiden und sterben daran. Auch im menschlichen Blut kann der Gehalt an Plastikstoffen nachgewiesen werden. Wissen schaftler fanden Zusammenhänge zwischen der Verwendung von Plastik und Gesundheitsschäden wie Asthma, Krebs und Fruchtbarkeitsstörungen. Die Tatsachen sind offensichtlich, jedoch ist „die Verdrängung der Verantwortlichen gigantisch“ erklärt Werner Boote in seinem Film."